Gestern hatte ich eine Begegnung mit einem Hund. Ein großer brauner, also absolut keine Ähnlichkeit mit meiner Lucy (Jack Russel). Er hat sich merkbar gefreut über die Begegnung (was wahrscheinlich mit jedem anderen Menschen auch so gewesen wäre, also nichts explizit mit mir zu tun hatte). Aber es war irgendwie schön, wie er sich mir zugewendet hat, interessiert meine Hand beschnuppert, und meine kurze Berührung scheinbar gerne empfangen hat. Ich merke, dass mir die Nähe von Hunden und Tieren im Allgemeinen wichtig ist und sehr gut tut.
Meine Lucy war mit anderen Hunden sehr schwierig, nur einen einzigen Hund mochte sie wirklich gern, alle anderen hat sie allenfalls geduldet, sofern sie Abstand gehalten haben. Das macht mir die Öffnung für einen Gedanken an einen neuen hündischen Begleiter sehr schwer. Ich kann mir auch überhaupt nicht vorstellen, dass sie mir einen neuen Hund „senden“ würde, eben weil sie sich so schwer mit anderen Hunden getan hat und auch etwas eifersüchtig war. Aktuell ist es sowieso noch viel zu frisch und ich muss erstmal durch das Trauer-Tal, und mich auch neu sortieren. Aber wie kann ich glauben, dass Lucy mir „ihren Segen“ gibt um mich irgendwann zu öffnen? Das macht mir sehr zu schaffen.
Vielleicht hätte ich auch noch viel mehr mit ihr dran arbeiten sollen, sie war 5 als ich sie aus dem Tierheim geholt habe, ich weiß nicht wie sie sozialisiert wurde.
Aber ich habe es wirklich versucht, Hundeschule, Social Walks, Treffen mit verschiedenen Hunden/Menschen. Sie wollte lieber mit Menschen zusammen sein als mit Hunden. Vielleicht lag es auch etwas an der Rasse… Dadurch war ich auch sehr viel alleine mit ihr unterwegs und habe kaum andere Hunde-Mensch-Teams intensiver kennengelernt, was ich zwar auch sehr schade fand, aber wir zwei waren zusammen sehr glücklich.