Janina
Diese Verwirrtheit und diese Ohnmacht kennen wir leider alle.
Es ist der Schock darüber, dass nicht sein kann, was nicht sein darf und das gehört leider zum Trauerprozess dazu.
Bei mir sind es jetzt fast drei Monate, dass ich ohne meine geliebte Martha bin und in deinen Zeilen kann ich mich gut wiederfinden.
Die ersten Tage waren ein einziger Albtraum, ein Wechselspiel aus Wut, Verzweiflung, Schuldgefühlen und Hilflosigkeit.
Es wird dir zwar im Moment keine Hilfe sein, aber du musst da durch. Und du wirst es schaffen, auch wenn du das gerade nicht glauben kannst.
Die Trauer wird sich verändern, sie wird immer bleiben, aber gaaanz langsam wird sich das Leben wieder Bahn brechen.
Ich weine noch jeden Tag um Martha und manche Tage sind furchtbar schwer. Auch gelingt es mir noch nicht gut, mich in Dankbarkeit an sie zu erinnern. Du wirst drei Schritte nach vorne gehen und zwei wieder zurück.
Aber du wirst spüren, dass sich etwas verändern wird. Dein Leben wird nicht mehr so sein, wie es voher war und das Vermissen wird vermutlich bleiben.
Bei mir sind es oft nur Minuten, bestenfalls Stunden in denen ich mich wieder am Leben freuen kann und die Trauer in den Hintergrund tritt. Doch das zeigt mir, dass es leichter wird.
Anders als es vorher war, aber tragbar.
Für unsere Hunde war es das ganze Leben.
Und egal wie lange sie an unserer Seite waren, sie hatten ein schönes Leben mit uns.
Sie würden nicht wollen, dass wir uns aufgeben.