Sara
Doch, genau das ist aktuell während der Trauerphase der Sinn. Funktionieren und weiter machen ... Stunde für Stunde ... Tag für Tag ... Woche für Woche ... Monat für Monat ... so lange, wie es eben dauert. Und das zu akzeptieren, weil es so ist, wie es ist und alles andere eh nicht funktioniert. Bei jedem von uns hier verändert sich die Trauer im Laufe der Zeit ... das ist ein Naturgesetz ... außer wir wehren uns dagegen und entscheiden uns für lebenslange Trauer.
Manchmal glaube ich, dass die Trauer um den Verlust unserer Hunde viel mehr beinhaltet, als "nur" das Fehlen des Tieres an sich. Worum trauern wir wirklich? Warum fällt es so schwer, die Trauer loszulassen? Schreibst Du ja auch und an anderen Stellen habe ich das hier auch schon gelesen.
Die Angst zu vergessen?
Angst, herausfinden zu müssen, wer ich eigentlich bin, ohne Luna?
Ich kenne das mit dem funktionieren. Bekam mit 20 Jahren meine erste Tochter, mit 26 die zweite. War die meiste Zeit Alleinerziehend. Immer gearbeitet, mehrere Jobs gleichzeitig, 200% gelebt, bis nichts mehr ging, ich krank wurde und früh in EU-Rente ging. Als erst die Große, dann die Kleine auszog, kam Luna, nochmal 16 Jahre Verantwortung. Nun bin ich mit 59 Jahren das erste Mal alleine, nur für mich verantwortlich. Könnte Hurra schreien, einfach machen was mir gefällt ... aber was will ich eigentlich noch vom Leben? Es wäre einfach, mir wieder einen Hund zu besorgen ... schon wäre da wieder Nähe, Struktur, Verantwortung, Lebenssinn. Mein Herz jubelt sofort ... aber da ist die Stimme, die mir immer wieder sagt, mich erstmal nur auf mich zu konzentrieren, Verantwortung für mich und mein Leben übernehmen und erstmal rausfinden, worum es wirklich geht. Keine Ahnung, ob das richtig ist 😬