Hallo Markus,
Das tut mir sehr Leid zu lesen und ich kann Dich zu 100% verstehen.
Auch wir haben unser Berner Sennenmädel am 4.12.24 an den Krebs verloren - 10 Tage davor bekamen wir die Diagnose.
Seit 57 Tagen weine ich jeden Tag. Mal mehr, mal weniger, meistens aber mehr.
Die Leere im Haus, das Suchen nach dem Seelenhund, die unbeschreibliche Trauer, die Schmerzen im Herz...ich weiß wie es Dir geht. Und es gibt da draussen Menschen die können das nicht verstehen. Die gibt es auch in der Familie. Aber lass Dir eines sagen, Dein Körper zeigt Dir den Weg. Und das solltest Du zulassen. Es gibt Tage da geht es Dir ein wenig besser und es werden Tage kommen da geht es Dir so richtig schlecht. Alles ganz normal. Mir kommen mitten beim Einkaufen die Tränen, ich kann da gar nichts dagegen machen, ich lass sie laufen. Oft sind es in dem Moment Kleinigkeiten die uns an unsere Hunde erinnern. Manchmal kommt es aus dem Nichts. Mein Körper fühlt sich leer an. So, als hätte mir jemand die ganze Energie raus gezogen... Innere Unruhe, Schuldgefühle die hier vermutlich (völlig unberechtigt) jeder hat, Erinnerungen die unheimlich weh tun...
Ich finde eine schöne Idee zum beispiel wenn man die gemeinsamen Wege noch einmal geht. Ich habe das mit meinem Mann die ersten Tage auch gemacht. Jeder für sich in Gedanken - und trotzdem nicht alleine. Mein Mann war sehr in Sich gekehrt und ich habe die ganze Strecke vor mich hin geweint.
Mir hat geholfen dass ich mit ihr rede und ich trage ein Amulett bei mir, da ist etwas Asche von meiner Emma drin. So begleitet sie mich weiterhin. Wenn auch anders jetzt.
Unsere Hunde sind auch nach ihrem Tod noch ganz nah bei uns - so lange wir sie noch brauchen. Daran glaube ich ganz fest.
Ich drück Dich aus der Ferne und komm bitte gut durch diese schwere Zeit.
Stefanie mit EMMI ♡ im Herzen.