Ich schreibe diesen Text, weil ich nicht weiß, wohin mit all dem Schmerz.
Weil mein Hund Kuki ( fast 17) vor drei Wochen gestorben ist – und seitdem fühlt sich alles in mir leer, wund und zerrissen an.
Kuki war nicht „nur ein Hund“.
Er war mein Baby. Mein Schatten. Mein kleines Herz auf vier Pfoten ein tapsiger Cocker Spaniel aus der Türkei .
Ich habe ihn getragen wie ein Kind, damit er sehen konnte, was ich mache.
Ich habe jeden Tag frisch für ihn gekocht und ihm erklärt, wann das Essen fertig ist.
Ich habe ihn geföhnt, weil er Nässe so gehasst hat.
Er schlief auf meinem Bauch ein, während ich ihn kraulte, bis seine Atmung ruhig wurde.
Er war mein Zuhause. Mein sicherer Ort. Mein Lebenslicht. 16,5 Jahre an meiner Seite .
Wir haben zusammen jedes Jahr die Welt bereist . And Meer, in die Berge , an Seen und Flüsse . Manchmal zwei Monate am Stück
Als sein Tumor in den letzten Monaten so schnell wuchs, war ich wie gelähmt.
Ich wollte es nicht sehen. Ich wollte glauben, dass wir noch Zeit haben.
Dass er bleibt.
Ich habe nie gedacht, dass er wirklich gehen wird – nicht so, nicht jetzt.
Aber er hat gekämpft.
Bis ganz zum Schluss.
Er hat so tapfer versucht, bei mir zu bleiben, obwohl sein Körper schon müde war und nicht mehr konnte.
An seinem letzten Tag machte er dieses leise zweite Wimmern… und ich wusste sofort: Jetzt braucht er Hilfe.
Kurz danach war er schon in einer Zwischenwelt – halb hier, halb nicht mehr.
Er, der immer alles bemerkt hat…
Er, der früher versucht hat zu schnappen, wenn jemand Fremdes ihn festhielt…
Er hat den Tierarzt nicht einmal mehr richtig wahrgenommen.
Und dieser Moment hat mir das Herz gebrochen, weil mir klar wurde, wie weit er schon von mir wegdriftete.
Wir haben geweint, laut und verzweifelt – und der Gedanke, dass er das vielleicht gefühlt hat, tut weh.
Aber ich versuche zu glauben: Er hat nur gespürt, dass er nicht alleine ist.
Dass ich da war. Bis zum letzten Atemzug.
Und jetzt… brennt alles.
Meine Brust. Mein Hals. Mein Kopf.
Ich weine jeden Tag. Seit Wochen.
Ich kann nicht essen, ohne zu denken: „Ich müsste ihm sagen, dass es gleich fertig ist.“
Ich höre keine Musik mehr.
Ich laufe durchs Zimmer und suche ihn.
Jeder Fleck erinnert mich an ihn.
Jedes Geräusch tut weh.
Ich begreife einfach nicht, dass er nie wieder zurückkommt.
Ob er wusste, wie sehr ich ihn liebe.
Ob er Angst hatte.
Ob ich ihm genug gegeben habe.
Die Schuld frisst mich manchmal auf.
Aber tief in mir weiß ich:
Er ist gegangen, wo er am liebsten sein wollte – zuhause, warm, nicht allein.
Er musste nicht kämpfen bis zur Atemnot.
Nicht ersticken, nicht panisch werden.
Er musste diesen letzten, grausamen Weg nicht alleine gehen.
Er ist jetzt frei.
Ohne Tumor. Ohne Schmerzen.
Und auch wenn ich mir das tausendmal sage… mein Herz versteht es noch nicht.
Mein Herz schreit jeden Tag:
Ich will ihn zurück. Nur einmal. Nur eine einzige Umarmung.
Man sagt, irgendwann wird der Schmerz zur Liebe.
Im Moment fühlt er sich nur wie Feuer an.
Aber ich hoffe, dass es irgendwann weicher wird.
Dass ich eines Tages an ihn denken kann und es nicht nur sticht – sondern warm wird.
Weil er mein größtes Geschenk war.
Mein kleiner Seelenhund.
Mein Baby.
Ich hoffe er weiß dass er jeden Tag, geliebt wurden und nun jede Sekunde vermisst – tiefer, als Worte es beschreiben können.
Danke, dass du das gelesen hast.