Meine zweites Fellkind Maja ist 14 1/2 Jahre alt und hat vor 61 Tagen ihre Fellschwester verloren…ich leide nach wie vor fürchterlich unter diesem riesigen Verlust und sie fehlt mir so sehr…die Tage vergehen mal besser und mal schlechter…es wird aber leider niemals wieder sein,wie es einmal war.
Nun ist es leider so…und das macht mir so schwer zu schaffen,weil das Leid,der Schmerz nicht aufhören wollen und das jetzt auch noch dazu gekommen ist.Bei meiner Maja,die wir aus Kreta bekommen haben wurde das Cushing Syndrom diagnostiziert.Nur durch einen Urintest.Unsere Tierärztin sagt,aufgrund ihrer Erfahrung…es ist Cushing.Ich bin direkt zu einem anderen Tierarzt um eine zweite Meinung einzuholen.Ich kenne den Tierarzt und ich habe ihn unabhängig von der Meinung meiner Tierärztin gebeten sich Maja einmal anzusehen.Er sagte,Cushing kann man nur mit einem speziellen Bluttest erkennen.Dieser Test,würde wie folgt ablaufen…Maja müsste morgens nüchtern zur Blutabnahme kommen…bekommt danach etwas gespritzt…dann 4 Stunden warten und wieder Blut abnehmen…und dann nach weiteren 4 Stunden die letzte Blutabnahme.Dann hätte man ein eindeutiges Ergebnis.Für Maja,wäre das aber zu viel aufgrund ihres Alters.
Unsere Tierärztin möchte sie mit Tabletten behandeln.Es sind wohl Hormone die sie dann bekommen soll…wenn man aber ließt,als Mensch soll man sich sofort die Hände waschen,wenn man es gegeben hat und sollte man schwanger sein,sollte man sich Handschuhe anziehen…das liest sich wie eine Chemotherapie.Dieses Medikament hat auch nur das Ziel Lebensqualität zu erhalten bzw.zu geben.Maja hat bisher aber keine Symptome…kein Fellverlust,kein übermäßiges trinken,keinen Stiernacken usw.
Sie ist eine kleine Seniorin geworden und hat auch schon sehr viel mitgemacht.Zwei Kreuzbandrisse kurz nacheinander mit großer OP (TPLO) und 6 Wochen nach jeder OP absolute Ruhe für Maja.Nur in den Garten Pippi machen und wieder hinlegen.Dann hatte sie einen Knubbel auf der Nase,der ganz langsam größer wurde.Ich ließ es vom Tierarzt bei einer ihrer nächsten Zahnreinigungen ansehen und habe darum gebeten es zu punktieren um zu erfahren was es ist.Plötzlich winkt mir meine Tierärztin als ich im Auto saß zu,ich solle schnell kommen.Maja läge noch in der Narkose und es ist ein Mastzelltumor…ich dachte ich falle um.Sie hat es sofort,soweit es möglich war entfernt.Da der Tumor aber auf dem Nasenrücken lag,stand nicht so viel Haut zum vernähen zur Verfügung.Alles konnte sie nicht entfernen.Maja hat auch nur ein Auge,dies wurde ihr als Welpe schon entfernt,da es nicht richtig ausgebildet war.Sie kommt gut damit zurecht.Sie hat zudem noch Arthrose und bekommt alle 3 Wochen eine Spritze.
Das Sehen und Hören wird schlechter,aber bei 14 1/2 darf das auch so sein.Vor 2 Wochen haben wir ein letztes Mal ihre Zähnchen machen lassen und direkt eine Sonographie…dort kam heraus,in ihrer Galle ist Gallenschlamm und auf Leber und Galle sind kleine Punkte…kein Krebs.
Habe gelesen,das manche Tierärzte die Zähne nur noch bis zum 13.Lebensjahr machen,wegen des Narkoserisikos und dann nur auf eigene Gefahr mit Unterschrift des Halters.
Man merkte schon,als Maja die Zahnreinigung hatte,das sie länger als sonst brauchte,um sich davon zu erholen.
Seit der Cushing Diagnose bekommt sie fettreduziertes Futter auf anraten ihrer Tierärztin…vorher gab es Seniorfutter.
Wegen des Gallenschlammes sollte Maja ein Medikament bekommen,welches diesen auflöst…mit erheblichen Nebenwirkungen.Ich habe es ihr nicht gegeben.Denn…als wir uns die Zweitmeinung eingeholt haben,hat auch dieser Tierarzt eine Sonographie gemacht und es war so gut wie kein Gallenschlamm mehr vorhanden.
Es geht mir darum,ich möchte meinem kleinen Fellherz alles ersparen,was ihr auch nur im geringsten Schaden könnte.Bis jetzt,geht es ihr soweit gut…jedoch merkt man,seit ihre Sally gegangen ist,hängt sie noch mehr an mir,als sie es sowieso die ganzen Jahre schon tat.Sie verfolgt mich seit jenem Tag auf Schritt und Tritt,ist immer bei mir.
Ich habe keine Ahnung,was ich tun oder lassen soll.Sie soll ein wunderschönes Leben im Alter haben…am Kamin liegen,durch ihren Garten schlendern,auf dem täglichen Spaziergang in aller Ruhe die Zeitung lesen,mit vollem Bauch in ihrem Kuschelkissen liegen und viel Liebe drum herumbekommen und nicht wegen irgendwelcher Nebenwirkungen leiden.
Ich bin überfordert und habe keine Ahnung,was ich jetzt tun soll...Medikament ja oder nein.Ich habe einfach große Angst,meine wie ich sie immer liebevoll nenne „dicke Biene“ auch noch zu verlieren.
Ich bin ein Mensch,der nicht so schnell und auf einen Verdacht hin,Medikamente gibt bzw.nimmt…ich wäge den Nutzen und das Risiko ab.Wenn ich nämlich allem und jedem in meinem Leben vertraut und geglaubt hätte,dann wäre ich schon mehrere Male unnötig operiert worden.
Gibt es hier vielleicht jemanden,der einen Rat für mich hätte?
Liebe Grüße von
Elli