Liebe Lizzi, da findet man eigentlich keine Worte … es macht traurig und tief betroffen. Als wir wussten, dass unserem Axel nicht mehr viel Zeit bleiben würde, habe ich versucht, für ihn nicht zu weinen. Später würde ich dafür noch ‚genug Zeit’ haben. Aber ich habe ihm viel, viel öfter als sonst zugeflüstert, was er mir bedeutet, ich ihn aber in Liebe gelassen würde, wenn er nicht mehr kann. Wir haben unseren kleinen Mann nicht mehr allein gelassen, immer war einer von uns beiden bei ihm. Da er niemals allein geschlafen hatte in all den Jahren, zog ich wieder zu ihm ins Wohnzimmer ins Erdgeschoss, weil das Treppenlaufen ein Problem wurde. Aber auch mein Mann blieb bei uns und wir genossen still alle drei diese letzten bittersüßen Tage und Stunden.
Sei ‚stark‘ für sie! Sie weiß und fühlt Deine Trauer und Dein schweres Herz. Denk an die Qualität Eures Zusammenseins, nicht die Zahl der Jahre. Aber ich weiß, wie schwer es ist,
ich musste meinen ersten Dobi Attila mit gerade mal 2,5 Jahren gehen lassen. Viel später habe ich erst verstanden, dass er eine Aufgabe in dieser kurzen Zeit mit uns bravourös gemeistert hatte.
Alles Liebe aus der Ferne und eine schöne und intensive Zeit Euch beiden… Christine